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Corona-Virus prägt das Handballjahr 2020

Ein ereignisreiches Jahr 2020 – das kann wohl ohne Übertreibung so gesagt werden – liegt hinter dem HC Neuenbürg 2000.


Geprägt war dieses Jahr von der Corona-Pandemie, die in allen Bereichen große Veränderungen notwendig machen sollte. Anfang des Jahres steckten die Oberliga-Herren des HC Neuenbürg gerade mitten in ihrer ersten Saison in der höchsten Spielklasse im Land Baden-Württemberg.


Mit einer phänomenalen Hinrunde hatte man sich eine gute Ausgangsposition für den Kampf um den Klassenerhalt erarbeitet. Zwar sorgte eine zunehmende Anzahl von Verletzungen dafür, dass die Buchberger auch den ein oder anderen unnötigen Punktverlust hinnehmen mussten, im Großen und Ganzen lief aber alles im Sinne der FOXES.

Virus beendet die Saison 19/20


Als im Februar erste Fälle von Infektionen mit dem Coronavirus innerhalb Deutschlands bekannt wurden, ahnte noch keiner, wie rasant sich die Ausbreitung des Virus in den kommenden Monaten entwickeln sollte. Und so kam es, dass auch der Handball von der Corona-Pandemie nicht verschont blieb. Mitte März brachen die Handballverbände die Spielrunde ab, auch der Trainingsbetrieb wurde eingestellt. Mitte Juni, nach drei Monaten Pause, tasteten sich die ersten Mannschaften dann wieder heran. Unter Einhaltung der Abstandsregeln durfte wieder trainiert werden. Nach und nach kehrten die Handballer in einen relativen Normalzustand zurück. Anfang Juli wurde Training mit Körperkontakt zugelassen. Auch Testspiele gegen andere Mannschaften konnten unter strengen Auflagen wieder stattfinden.


Trotzdem war klar: Die Corona-Pandemie würde den Handballsport noch lange beschäftigen.

Zunächst aber konnte ein positives Fazit gezogen werden: Befürchtungen, dass Trainingsstätten und Sportmannschaften sich zu Corona-Hotspots entwickeln, bewahrheiteten sich nicht. Auch musste man bei den Jugendmannschaften keinen merklichen Spielerschwund hinnehmen.

Vielmehr freuten sich die Kinder und Jugendlichen darauf, ihren Lieblingssport wieder ausüben zu können. Die niedrige Zahl an Neuinfektionen veranlasste den Badischen Handballverband dazu, die Runde regulär Mitte September starten zu lassen. Die Baden-Württemberg-Oberliga ging rund einen halben Monat später an den Start.


Sogar rund 100 Zuschauer konnte der HC Neuenbürg 2000 mit einem von Kommune und Verband genehmigten Hygienekonzept zu seinen Heimspielen begrüßen. Ein halbes Jahr zuvor war das kaum vorstellbar. In die neue Runde startete das Oberliga-Team der Neuenbürger mit einer leicht veränderten Mannschaft.


Die Abwehr wird neu sortiert


Mit Georg Kern verließ ein zentraler Spieler in der Abwehr die Neuenbürger in Richtung Knittlingen. Torhüter Findan Krettek zog es zum TV Ispringen, Florin Panazan, ebenfalls Torwart, beendete seine Karriere, ist aber immer noch als Torwarttrainer bei den Buchbergern tätig. Nikolaj Unser wechselte in die Badenliga zur SG Stutensee-Weingarten.

Bei den Neuzugängen setzte die sportliche Leitung der Neuenbürger auf eine gute Mischung aus Jugend und Erfahrung. Der erfahrene Mile Matijevic von Drittliga-Aufsteiger SG Pforzheim/Eutingen und Konstantin Regelmann aus dem Badenliga-Team der Eutinger bilden mit Felix Spohn ein Trio auf der Torhüterposition. Für den Kreis und das Abwehrzentrum verpflichtete man Nils Pollmer von der SG Stutensee-Weingarten, der trotz seines jungen Alters schon einiges an Erfahrung aufzuweisen hat. Der vierte Neuzugang, Mattes Meyer, kommt aus dem Talentschuppen der Rhein-Neckar Löwen, spielte letztes Jahr mit deren zweiter Mannschaft in der dritten Liga. Der Linkshänder ist flexibel im Rückraum und auf Rechtsaußen einsetzbar.


Auch bei der zweiten Mannschaft gab es einige Veränderungen. Der spielende Co-Trainer Benedikt Hettich verließ die 1b-Mannschaft der Buchberger, diesen Posten übernimmt nun Jasmin Dozic, der in Neuenbürg bestens durch seinen langjährigen Einsatz in der ersten Herrenmannschaft bekannt ist. Außerdem kam mit Jonas Geckle ein Spieler, der ursprünglich aus Neuenbürgs Jugend stammt, von der SG Pforzheim/Eutingen 2 zu seinem Heimatverein zurück.

Durch mehrere Rückkehrer aus Langzeitverletzungen ist der Kader wieder deutlich breiter.


Die Frauen gehen mit nahezu identischem Kader zur Vorsaison in ihr zweites Landesliga-Jahr in Folge.


In der Jugend geht die Kooperation mit dem TV Calmbach und dem TV Birkenfeld in der JSG Enztal ebenfalls ins zweite Jahr.


Positiver Saisonstart & erneute Unterbrechung

Mit einem knappen 27:26-Sieg in Herrenberg und einem 26:22-Heimsieg gegen Aufsteiger Heiningen startete das Oberliga-Team von Trainer Erkan Öz gut in die Saison, trotzdessen dass die Mannschaft aufgrund von Verletzungen auf wichtige Führungsspieler verzichten musste. Die Neuzugänge fügten sich sofort gut ein. Zwar dämpfte die Niederlage in Fellbach am dritten Spieltag die Stimmung etwas, mit einem 39:34-Sieg im darauffolgenden Spiel gegen den TSV Zizishausen Ende Oktober meldete man sich aber zurück in der Spur.

Danach war aber erst einmal wieder Schicht im Schacht. Die stark ansteigende Zahl der Neuinfektionen machte ein erneutes Einschränken des Spielbetriebs unumgänglich. Auch auf Trainingseinheiten musste fortan wieder verzichtet werden.


Während die Oberliga bis mindestens Ende November pausiert, veranlasste der Badische Handballverband gar eine Unterbrechung bis Jahresende. Es bleibt zu hoffen, dass bald zumindest wieder – wenn auch unter erheblichen Einschränkungen – trainiert werden kann.

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