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Die Baden-Württemberg-Oberliga 2023/24 - Modus und Teams


Neuer Modus - Oberliga wird in zwei Staffeln ausgetragen


Eine grundlegende Neuheit steht für die Saison 2023/24 an: Die Baden-Württemberg Oberliga wird erstmals in zwei Staffeln unterteilt. Grund für die Aufteilung ist der vermehrte Abstieg aus der dritten Liga in den vergangenen Jahren. Dieser war notwendig geworden, um die Anzahl der Mannschaften in der dritten Liga auf den ursprünglichen Wert zurückzuführen. Der Anstieg der Teilnehmerzahl kam zustande, weil in zwei Saisons während Corona-Pandemie nur Aufsteiger, aber keine Absteiger benannt wurden. Dass eine Staffel mit 18 Mannschaften und 34 Spieltagen die Vereine und Mannschaften vor Herausforderungen stellt, zeigte die vergangene Saison. Für Amateurmannschaften stellte dies eine übermäßige Belastung dar.


Am Spielmodus für die Saison 2023/24 arbeitete Handball Baden-Württemberg unter Mitwirkung der Oberliga-Vereine seit Anfang 2023. Ende Mai wurde die endgültige Staffeleinteilung bekannt gegeben. Die Gliederung in zwei Staffeln erfolgte weitgehend auf der Basis regionaler Aspekte. Trotz der regionalen Einteilung gelang es, zwei sportlich weitestgehend ausgeglichene Staffeln zusammenzustellen.


In beiden Staffeln wird eine komplette Runde mit Hin- und Rückspiel ausgetragen. Die ersten vier Mannschaften jeder Staffel spielen in der Aufstiegsrunde um die beiden Aufstiegsplätze in die dritte Liga. Die restlichen Mannschaften spielen in der Abstiegsrunde die Absteiger aus, deren genaue Anzahl von der Anzahl der nächstjährigen Drittliga-Absteiger abhängt und deshalb erst am Saisonende feststeht. In der Auf- und Abstiegsrunde werden nur noch die Spiele gegen die Mannschaften aus der jeweils anderen Staffel ausgetragen. Punkte gegen Teams, gegen die man bereits in den Staffeln gespielt wurde, werden mit in die Auf- und Abstiegsrunde genommen.


Neuenbürg landet in sportlich attraktiver Vorrundengruppe B



Die Konkurrenz in der Gruppe der Foxes ist durchaus herausfordernd. Von den letztjährigen Oberliga-Teams wurden neben dem HC Neuenbürg 2000 auch der TV Plochingen, die TSG Söflingen, der TSV Blaustein und der TV Großsachsen in diese Staffel eingeteilt. Alle vier Mitkonkurrenten spielten innerhalb der letzten zwei Jahre in der dritten Liga. Sie sind sportlich deshalb als Schwergewichte in dieser Gruppe anzusehen. Diese vier Mannschaften werden auch Ambitionen haben, sich für die Aufstiegsrunde zu qualifizieren und den Sprung zurück in die dritte Liga zu schaffen. Von den Vorjahres-Platzierungen her sind die Foxes als das schwächste Team einzuordnen. Hält man sich allerdings vor Augen, dass man zwei Mal gegen Blaustein und ein Mal gegen Söflingen gewinnen konnte sowie ein Unentschieden in Großsachsen einfuhr, kann man sich sportlich auf Augenhöhe mit der Konkurrenz sehen.


Mit der HG Oftersheim/Schwetzingen gesellt sich zudem ein aktueller Drittliga-Absteiger zum Teilnehmerfeld der Staffel hinzu. Seit 2016 konnte sich die HG in Liga drei behaupten, im vergangenen Sommer ging es nun wieder zurück in die höchste Spielklasse auf Landesebene. Trainer und Mannschaft bleiben weitgehend zusammen, was die Kurpfälzer zu einem ernsthaften Aspiranten um den Aufstieg macht. Als Aufsteiger aus der Württembergliga kommen der TSV Deizisau und die HSG Ostfildern hinzu. Die kürzeste Anfahrt haben die Foxes zum dritten Aufsteiger in der Staffel, der SG Heidelsheim/Helmsheim. Die Bruchsaler realisierten unter maßgeblicher Beteiligung von Ex-HCN-Coach Roni Mesić den Aufstieg in die Baden-Württemberg-Oberliga. Die größte Erfahrung auf dieser Leistungsebene dürfte deren Rechtsaußen Marco Kikillus aufweisen, der lange Jahre bei der TGS Pforzheim in der dritten Liga zu den Leistungsträgern zählte.


Neuenbürgs sportlicher Leiter Marco Langjahr zeigt sich grundsätzlich zufrieden mit der Staffeleinteilung, auch wenn er sich bewusst ist, dass die Bewältigung des Programms kein Zuckerschlecken werden wird: "Die Einschätzung fällt mir aktuell noch etwas schwer. Durch die vier starken Teams, die letztes Jahr schon vor uns standen, den starken Absteiger aus der dritten Liga und den, wie man im letzten Jahr mit Waiblingen gesehen hat, unberechenbaren Aufsteigern aus der Württembergliga, ist das Ziel in die Aufstiegsrunde zu gelangen und nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben, natürlich ein sehr harter Brocken. Wir werden mit dem jungen Team alles darauf setzen, im ersten Saisonabschnitt so viele Punkte wie möglich zu sammeln und uns stetig weiterzuentwickeln."


Drittliga-Absteiger tummeln sich in Vorrundengruppe A



Drei der vier Drittliga-Absteiger landeten bei der Einteilung in Gruppe A. Das sind namentlich die SG Köndringen/Teningen, der TV Willstätt und der TVS Baden-Baden. Der einzige Aufsteiger in dieser Gruppe ist die TuS Schutterwald, somit wird die Gruppe A auch zur Heimat der südbadischen Teams in der Oberliga Baden-Württemberg. Ergänzt wird das Feld in dieser Gruppe vom TV Bittenfeld und vom TSV Heiningen, die im Vorjahr auf den Plätzen vier und fünf landeten, und der TSG Schwäbisch Gmünd, der SG H2Ku Herrenberg und dem TSV Weinsberg, die am Ende in der Tabellenregion um die Foxes herum platziert waren. Gegen einige der Teams in dieser Gruppe werden die Foxes entweder in der Auf- oder in der Abstiegsrunde spielen müssen.


Team hungrig auf die neue Saison


Das junge Team von Trainer Vedran Đozić ist nach der Sommerpause auf jeden Fall hungrig auf die neue Saison. Durch die Einteilung der Liga in zwei Staffeln erscheint das Programm auch nicht mehr so erdrückend wie in der letzten Saison, als 34 Spiele anstanden. Dafür muss man nun vom ersten Spiel an wach sein und darf sich keine Schwächephase erlauben. Der Saisonauftakt steht am Freitag, den 15. September auswärts beim TV Plochingen an. Am 23. September geht es dann auch zuhause los. Der Aufsteiger TSV Deizisau wird dann zu Gast bei den Foxes sein, vor -- so hofft es die Mannschaft sicherlich -- einer voll besetzten Tribüne in der Stadthalle Neuenbürg.


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