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HC Neuenbürg 2000 entscheidet Abwehrschlacht gegen VfL Waiblingen mit 22:21 für sich


Viel zu Lachen hatte am Samstagabend Konstantin Regelmann. Der Neuenbürger Schlussmann zeigte gegen Waiblingen eine Sahneleistung.

Spielbericht - Foxes vs. VfL Waiblingen - 22:21 (11:9)


Zum ersten Heimspiel der Saison empfingen die Oberliga-Handballer des HC Neuenbürg 2000 am Samstagabend den VfL Waiblingen. Der Kader des Aufsteigers ist gespickt mit einigen Spielern, die bereits über Oberliga-Erfahrung verfügen. Insofern war es keine Überraschung, dass sich die Neuenbürger und die Waiblinger Tigers 60 hitzige und kampfbetonte Minuten in einer durchaus guten Oberliga-Partie lieferten.


Der Start in die Partie verlief jedoch schleppend. Nach dem 1:0 von Nils Pollmer in der zweiten Minute war das Spiel geprägt von zehn sehr torarmen Minuten. Das lag zum einen daran, dass beide Teams ihr Torvisier noch nicht richtig eingestellt haben, zum anderen waren die beiden Torhüter Konstantin Regelmann bei den Foxes und Sebastian Rica-Kovac beim VfL früh auf Betriebstemperatur. Regelmann entschärfte gleich den ersten Siebenmeter der Gäste, Rica-Kovac traf sogar selbst zum 1:1 ins leere Tor der Neuenbürger. Auch kam Neuenbürg mit der harten Waiblinger Defensive zu Beginn nicht gut zurecht. Bis zur 13. Minute konnten sich die Tigers auf 2:5 absetzen. Den Umschwung brachte die Einwechslung von Mittelmann Felix Kracht und Linkshänder Kaspar Veigel. Die beiden schafften es, die Abwehr der Gäste besser in Bewegung zu bringen und Lücken zu kreieren. Neuenbürgs Kapitän Felix Kracht war es dann auch, der in der 19. Minute mit dem 5:5 das Spiel wieder ausglich. Nach Startschwierigkeiten kam die Neuenbürger Offensive nun immer besser ins Rollen. Xaver Nitzke bescherte den Foxes mit seinem 8:6-Treffer in der 24. Minute eine erstmalige Zwei-Tore-Führung. Das Momentum war nun auf Seiten der Neuenbürger, trotzdem schaffte man es nicht, die Führung bis zur Halbzeitpause weiter auszubauen, auch weil die Gäste aus Waiblingen kämpferisch dagegenhielten. Auch den letzten Angriff vor der Pause brachte Neuenbürg nicht mehr erfolgreich zum Abschluss. Mit 11:9 traten beide Mannschaften den Gang in ihre Kabinen an.


Der bessere Start in den zweiten Durchgang gelang den Hausherren. Die beiden Spieler der ersten Hälfte, Felix Kracht und Kaspar Veigel, machten in Hälfte zwei dort weiter, wo sie aufgehört hatten. Beide starteten mit einem Tor in den zweiten Spielabschnitt und brachten Neuenbürg mit 13:9 in Führung. Die schon gut arbeitende Defensive um Nils Pollmer und Phil Burkhardt stand ab Beginn der zweiten Hälfte noch etwas stabiler. Und auch Konstantin Regelmann legte nach guter erster Hälfte noch einmal eine Leistungssteigerung hin und hielt nun herausragend. Bis zum 16:12 in der 42. Minute lief alles in Richtung der Neuenbürger. Eine Zeitstrafe gegen Taktgeber Felix Kracht brachte einen Bruch ins Spiel. Die Neuenbürger spielten ihre Angriffe nun einige Male zu fahrig aus und eröffneten den in ihrer Intensität nie nachlassenden Tigers die Möglichkeit, ins Spiel zurückzukommen. Mit einem Vier-Tore-Lauf glichen die Gäste zum 16:16 aus. Kurz darauf drehte Niklas Leukert den Spielstand erstmals in Hälfte wieder um, indem er per Siebenmeter zum 16:17 traf. Die Neuenbürger merkten nun, dass sie den Schalter wieder umlegen mussten. Der ins Spiel gekommene Jonas Beyer traf von Linksaußen spektakulär zum 17:17-Ausgleich, Kaspar Veigel legte im Anschluss zwei Mal nach, sodass die Neuenbürger wieder eine 19:17-Führung inne hatten. Als Lebensversicherung erwies sich weiterhin Konstantin Regelmann, der einige Male entscheidend gegen die gegnerischen Außen-Schützen zur Stelle war. In einer dramatischen Schlussphase blieb Waiblingen aber weiterhin dran an den Foxes, glich drei Minuten vor Schluss zum 21:21 aus. Kevin Langjahr setzte mit dem 22:21 zwei Minuten vor Spielende den Schlusspunkt. Eine Chance in ihrem mutmaßlich letzten Angriff verspielten die Tigers durch einen technischen Fehler selbst. Durch ihre extrem offensive Abwehr kam Waiblingen zwar noch einmal in Ballbesitz, die Zeit reichte allerdings nicht mehr, um einen erfolgreichen Angriff zu starten. Ein letzter direkter Freiwurf blieb erfolglos, sodass die Neuenbürger im ersten Heimspiel ihren zweiten Saisonsieg einfahren konnten.


Ein aufgrund der wenigen Tore ungewöhnliches Oberliga-Spiel entschieden die Neuenbürger - wenn auch knapp - letztlich verdient für sich. Positiv stach hervor, dass man beweisen konnte, dass man seine Partien auch durch eine überragende Abwehrleistung entscheiden kann. Und da auch Waiblingen ein Defensiv-Bollwerk auf die Platte stellte, ist die Trefferzahl im niedrigen Zwanziger-Bereich bei beiden Mannschaften nicht verwunderlich. Dazu standen bei beiden Mannschaften sehr gut haltende Torhüter im Gehäuse. Im Angriff ist bei den Neuenbürgern aber noch sichtbar Luft nach oben, vor allem in Sachen Konstanz über ein Spiel hinweg kann das Team aus dem Nordschwarzwald noch zulegen. Nächste Woche geht es am Samstagabend zum Drittliga-Absteiger TV Großsachsen, der zum Favoritenkreis auf den Aufstieg zählen dürfte.


HCN 2000: Regelmann, Krems, Botterer - Veigel (6), Geckle, Blum, Nitzke (2), Hörsting (1), Kraus (2/1), Burkhardt, Vulpe, Kracht (4), Beyer (1), K. Langjahr (2), Pollmer (4), Bäuerlein


VfL Waiblingen: Rica-Kovac (1), Seeger - Westner, Kolotuschkin, Leinhos (4), Ader, Stöhr (5), E. Prasolov, Laurenz (1), Leukert (5/3), Baumgarten (2), Hellmann, A. Prasolov, Steffens (2/2), Eilers (1)

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