Achterbahnfahrt der Gefühle
Spiele des HC Neuenbürg sind nichts für Menschen mit schwachen Nerven. Vor allem die
Chrunchtime am Samstag im Treffen mit dem TSV Weinsberg schien vom alten Hitchcock
inszeniert. Johannes Köster macht mit zwei Treffern in Folge den 29:31-Rückstand wett. Nach
der erneuten Gästeführung gleicht Felix Rothardt aus, ehe Tim Faeser mit zwei Toren in
Folge das zwischenzeitliche 32:33-Defizit 45 Sekunden vor dem Abpfiff in einen 34:33-
Vorsprung dreht. Als Weinsbergs Pröllock mit seinem Treffer Nr. 11 eine „schnelle Mitte“ mit
dem 34:34-Gleichstand abschließt sind immer noch 38 Sekunden zu spielen, während der
Köster Neuenbürgs „letzten Ball“ an den Querbalken des Gästetores donnert. Danach noch
eine Auszeit in dem die Jungs von der Weibertreu die wirklich „allerletzte“ Aktion minutiös
planen, die sie -da fiel Ballast ab- in die Fänge der Neuenbürger Abwehr ballern.

Letztendlich ein Remis mit dem beide Seiten schiedlich, friedlich zufrieden sein müssen.
Zu Beginn der Partie hatte es nach dem ersten Neuenbürger Heimsieg ausgesehen, vor allem Johannes Köster hatte an der Kreisspitze zunächst losgelegt wie die Feuerwehr, dreimal in Folge die Anspiele von Tim Faeser und Vincent Virzi in eine 3:0-Blitzführung verwandelt, Mattes Meyer und Felix Rothhardt nach ihren Einschüssen beim 7:2-Spielstand den Gegner bereits nach sieben Minuten zur ersten Auszeit gezwungen. Nach dem 11:7 von Timo Bäuerlein riss dann der Faden der Foxes aber total und nach acht torlosen Minuten der
Gastgeber und deren sechs in Folge von Weinsberg stand der Gast aus dem Unterland mit
13:11-Toren vorn, 15:14-war sein Vorsprung zur Pause.
Nach dem Wechsel eine stets knappe Dauerführung der Weinsberger, ehe Nils Pollmer mit
dem Einschuss vom 25:24 Neuenbürg zum erstmal wieder nach vorne schoss. Ab dem 28:29
waren dann wieder die Gäste in Front, ehe zum Schluss wie geschildert die Achterbahn des
Geschehens noch einmal voll rotierte.
Wie wichtig der Zähler ist zeigt sich daran, dass der Abstand zwischen Rang 5 und dem
Schlusslicht in der ausgeglichen wie noch wie besetzen Regionalliga gerade drei Punkte
beträgt. Der HC Neuenbürg steht mit seinen 4:6-Zählern zusammen mit drei anderen Teams
auf Rang 11 und damit auf dem potentiellen vierten Abstiegsplatz, punktgleich mit Aufsteiger SKV Unterensingen, dem nächsten Gastgeber der Dozic-Truppe.
HC Neuenbürg – TSV Weinsberg 34:34 (14:15)
HC Neuenbürg:
Regelmann, Neff, Stretz, Siedelmann 2, Merz 2, Köster 6, Virzi 2, Faeser 5,
Meyer 5, Rothardt 5, Pollmer 2, Müller, Bäuerlein 3/2, Cotic 2
Bericht: Dieter Glauner (PZ)





Kommentare