Handball-Regionalligist HC Neuenbürg überrascht in Schwetzingen
Neuenbürg. Für die meisten ist der Coup des HC Neuenbürg bei Drittliga-Absteiger HG Oftersheim/Schwetzingen eine Riesenüberraschung. Es gab aber doch einige im Tross der Foxes, die am Samstag mit gewissen Erwartungen in die Schwetzinger Nordstadthalle gefahren waren. Sie erinnerten sich daran, dass man in den Aufstiegsspielen zur dritten Liga vor drei Spielrunden aus der Kurpfalz schon einmal die Zähler entführt und auch beim zweiten Aufeinandertreffen im Fuchsbau dem späteren Aufsteiger einen ganz heißen Kampf geliefert hatte.

Sei es, wie es will – im Neuenbürger Lager war man sich nach der Heimniederlage gegen Steißlingen ebenso der prekären Lage bewusst. Die HC-Spieler hatten sich versprochen, in Schwetzingen alles zu geben. Die Gäste zeigten sich von dem schnellen 0:2-Rückstand unbeeindruckt und deuteten mit Treffern von Mattes Meyer, Tim Siedelmann und Johannes Köster zum 2:3-Spielstand an, dass man kämpfen wird. In der Folge bis zum 14:13-Pausenpfiff gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem auf HCN-Seite vor allem auch Tim Faeser und Felix Rothardt dagegenhielten.
Nachdem Timo Bäuerlein vom Siebenmeterstrich und Siedelmann mit den ersten beiden Treffern nach der Pause die Führung gedreht hatten, war der Einschuss zum 15:15 der letzte Gleichstand im Spiel. Danach legte Neuenbürg ständig vor – wohl entscheidend zwischen der 41. und 45. Minute, als Siedelmann (2), Meyer und Köster mit einem 4:0-Lauf den Vorsprung auf 23:18 ausbauten. Nach drei Toren der Gastgeber stand die Begegnung beim 24:25 noch einmal auf die Kippe. Dann setzte sich ein an diesem Spieltag nicht zu bremsender Siedelmann auf der linken Außenbahn mit drei Toren in Folge durch. Danach stellte Faeser mit einem weiteren 4:0-Lauf die Weichen endgültig auf Sieg. Neben Tim Siedelmann gab es von Trainer Vedran Dozic vor allem für den defensiven Innenblock mit Luca Merz und Nils Pollmer ein Sonderlob. „Wenn die Abwehr gut arbeitet, bekommt auch der Angriff Oberwasser“, meinte der Coach, der diesmal lediglich zehn Fehlwürfe seiner Männer registrierte. Ganz stark war auch Timo Bäuerlein in der Rolle des Spielmachers, von dessen Ideen vor allem Siedelmann auf Linksaußen sowie Faeser, Meyer und Rothardt auf den Rückraumpositionen profitierten.
HC Neuenbürg: Regelmann, Neff, Stretz 1, Siedelmann 11, Merz, Köster 1, Virzi 1, Faeser 6, Meyer 6, Ruberg, Rothardt 5, Pollmer 1, Müller, Bäuerlein 1/1, Cotic, Fitterer
Bericht: Dieter Glauner (PZ)





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