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Nervenspiel bis nach Abpfiff: HC Neuenbürg verpasst abermals einen Sieg

vor 1 Stunde
2 Min. Lesezeit

Neuenbürg. Es schien ein Déjà-vu zum ersten Saisonspiel gegen die SG Heddesheim zu werden: Dem HC Neuenbürg bot sich im Spiel gegen den TSV Schmiden bei Ballbesitz und 31:31-Spielstand 20 Sekunden vor dem Abpfiff die Chance, mit einem „Lucky Punch“ einen Heimsieg unter Dach und Fach zu bringen. Dann setzte Timo Bäuerlein – am Samstag bester Spieler der Foxes – das Leder neben das gegnerische Tor.


Konstantin Regelmann behält bis zum Schluss einen kühlen Kopf (Foto: Theurer)
Konstantin Regelmann behält bis zum Schluss einen kühlen Kopf (Foto: Theurer)

„Letzter Ball“ für den Aufsteiger, dessen finaler Wurf von der Außenposition Keeper Regelmann parierte. Das Spiel schien aus, dann toppte das Schiedsrichterduo die Serie ihrer – beiden Seiten treffenden – seltsamen Entscheidungen, indem sie gegen Neuenbürg „wegen Betreten des Kreises“ noch einen Siebenmeter verhängte. Wütende Proteste von den Rängen und dem Parkett, bis Schmidens Nummer 32, Paul Feierabend, dann doch zur Tat schreiten konnte. Einen „fröhlichen Feierabend“ sah man dann aber nicht, weil ihm Konstantin Regelmann den flach geworfenen Strafwurf mit dem linken Fuß wegstach. Danach war Neuenbürgs Goalie unter einem Rudel gelb-blauer Mitspieler begraben. Ein hochverdienter Punkt.


Aber auch nach dem vierten Anlauf muss man im Fuchsbau auf den ersten Heimsieg warten. Gründe hierfür gibt es einige. Zunächst eine verschlafene Startphase, in der die Foxes, begleitet von frühen Zeitstrafen gegen Meyer und Rothardt, bereits nach der Anfangsviertelstunde mit 4:8 hinten lagen. Vor allem, weil aus dem Rückraum nichts kam, hechelten die Blau-Gelben dann einem ständigen Rückstand hinterher. Hoffnung bis zum 15:16-Pausenstand gab es dann doch weiterhin, weil mit Timo Bäuerlein und Yannick Müller zwei, die ansonsten nicht zu den Torgaranten gehören, die „Keule“ auspackten.


Auch nach dem Wechsel lagen die Gäste weiter in Front, bis Mattes Meyer in Minute 39 erstmals die Führung drehte. Danach gab es ein Tete-à-Tete mit wechselnden Führungen, bei dem den Foxes einfach ein umsichtiger Lenker fehlte, um dem konfus gewordenen und auch, was die spielerischen Mittel betrifft, eingeschränkten Aufsteiger das „K.o“ zu besorgen. Trainer Vedran Dozic hat dann doch einiges Positive gesehen. Da war einmal die Abwehr, die sich – vor allem was den Innenblock betrifft –, nach der Lehrstunde von Unterensingen diesmal gefestigt zeigte. Da waren mit Siedelmann, Müller und Bäuerlein drei aus der zweiten Schützenreihe, die diesmal fast die Hälfte der Tore markierten. Und da war ja auch, was nicht vergessen werden kann und darf, mit Regelmann ein Keeper, auf den man sich bis zur letzten Sekunde – und sogar darüber hinaus – verlassen kann.


HC Neuenbürg: Regelmann, Neff, Stretz 1, Siedelmann 5, Merz , Köster 5, Virzi 2/2, Faeser 2, Meyer 4, Rothardt 1, Pollmer 1, Y. Müller 4, Bäuerlein 6/1, Cotic



Bericht: Dieter Glauner (PZ)

 
 
 

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