Gmünder „Jets“ mit Überschall
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Fast eisiger als der Regenguss, der vor dem Anpfiff auf dem Buchberg niederprasselte hat es den HC Neuenbürg am Samstag im Treffen mit dem Spitzenreiter der Regionalliga Baden-Württemberg dem TSB Schwäb.Gmünd erwischt. Es waren gerade zwölf Minuten gespielt, dann hatten die „Jets“ aus der Silberstadt ihren Vorsprung mit 13:3-Treffern bereits zweistellig ausgebaut und Neuenbürgs Trainer Devran Dozic, um seine Mannen neu einzustellen, schon zum zweiten Mal das grüne T für die Auszeit auf den Tisch des Schiedsgerichts legen müssen. Es war schon beeindruckend wie Schwäbisch. Gmünd vom Anpfiff weg im Fuchsbau aufzeigte, dass man nach der 26:30-Heimniederlage im Vorspiel diesmal den Spieß umdrehen wird.

Bis zum 2:8-Spielstand in Minute 6 war jeder Wurf der Gäste ein Schuss ins Schwarze, es war geradezu furios wie Gmünds Rückennummern 5 und 6, in Eins-zu-Eins-Aktionen die Neuenbürger Abwehrspieler wie Slalomstangen umkurvten oder Burtsche von der linken Außenposition dem bedauernswerten Konstantin Regelmann eins ums andere Mal das Spielgerät, sei es als strammer Wurf, sei es als listiger Dreher ins Tornetz setzte. Nach der zweiten Auszeit schien mit der offensiven Deckung gegen Gmünds Spielmacher Schäffner zunächst der Stein des Weißen gefunden zu sein und nach einem 3:0-Lauf mit Toren durch Felix Rothhardt, Mattes Meyer und Johannes Köster flackerte beim 6:13.Zwischenstand kurzfristig beim HCN-Anhang auch wieder das Hoffnungslichtlein auf, doch die Gmünder zeigten sich auch von diesem Intermezzo unbeeindruckt, waren mit dem 6:16 in Minute 18 erneut zweistellig vorn und beim 13:25-Pausenstand sogar mit einem Dutzend Treffer weg.
Es ehrt die Foxes, dass sie nach dem Wechsel dann doch noch einmal Zähne zeigten und diesen zweiten Durchgang sogar für sich entschieden, wobei ihnen freilich auch entgegen-kam, dass der Gast in diesem Abschnitt nach dem immensen Tempo von Halbzeit Nummer 1 einen Gang zurückschaltete. Timo Bäuerle und Johannes Köster glückten es dann doch den Rückstand wieder auf einen einstelligen Abstand zurückzuschrauben, Gegentreffer Nummer 40 vermochte dann aber selbst der in der Endphase noch mehrfach bravourös reagierende und sogar mit einem Treffer in das verwaiste Gästetor erfolgreiche Regelmann nicht zu verhindern.
Mit dem TSB Schwäbisch Gmünd hat sich ein würdiger Tabellenführer auf dem Buchberg vorgestellt. Bleibt zu hoffen, dass die Foxes aus dieser bitteren Lektion auch positive Schlüsse zu ziehen vermögen.
Regionalliga Baden-Württemberg:
HC Neuenbürg – TSB Schwäb.Gmünd 31:40 (13:25)
HC Neuenbürg: Regelmann 1, Krems, Merz, Brath 1, Virzi 7/2, Burkhardt, Köster 9, Faeser 1, Klein, Beyer, Meyer 3, Rothhardt 3, Pollmer 3, Bäuerlein 3 Autor: Glauner





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