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HC Neuenbürg hält lange dagegen – Niederlage bei der HSG Willstätt/Hanauerland

  • Autorenbild: FOXES
    FOXES
  • 12. Jan.
  • 3 Min. Lesezeit

Am Samstagabend eröffneten die Regionalliga-Handballer des HC Neuenbürg 2000 das Jahr 2026 mit ihrem Auswärtsspiel bei der HSG Willstätt/Hanauerland. Der Tabellendritte, selbst von einigen Ausfällen geplagt, traf auf eine personell stark gebeutelte HCN-Mannschaft. Im Rückraum fehlten mit Timo Bäuerlein und Felix Rothardt zwei wichtige Stammkräfte im Angriffsspiel, Abwehrspezialist Phil Burkhardt musste sich genauso wie Torhüter Tobias Krems für den Auftakt ins Jahr die Segel streichen.


Mit acht Treffern der Offensivmotor der Neuenbürger: Vincent Virzi. (Foto: Theurer)
Mit acht Treffern der Offensivmotor der Neuenbürger: Vincent Virzi. (Foto: Theurer)

Die Foxes begannen dementsprechend mit einer ungewohnten Aufstellung. Der Fokus in den Anfangsminuten lag klar auf der Defensive. Zusammen mit den ersten Paraden von Torhüter Konstantin Regelmann sorgte das dafür, dass Neuenbürg anfangs auf Augenhöhe agierte, wie das 4:4 zur zehnten Minute, erzielt durch Vincent Virzi, zeigte. Die erste Zwei-Minuten-Strafe des Spiels gegen Tim Faeser nutzten die Gastgeber gnadenlos aus und erspielten sich einen 4:6-Vorsprung. Diesem Rückstand liefen die Foxes fortan hinterher. Trotzdem war im Angriff eine Steigerung zu den vergangenen Spielen erkennbar. Die Foxes forcierten deutlich stärker das Tempospiel aus der eigenen Defensive heraus und agierten im Positionsangriff torgefährlicher. Daneben standen den Neuenbürgern aber Spielpech und technische Fehler im Weg, sodass die HSG ihre Führung nach rund 20 Minuten auf 7:12 ausbauen konnte. Insbesondere gegen die unangenehmen Würfe von HSG-Rückraumakteur Joffrey Bonnemberger, am Ende achtfacher Torschütze für seine Farben, war kein Kraut gewachsen. Auch im Gegenstoßspiel war die HSG effektiver, insbesondere über den rechten Flügel, der mit dem treffsicheren Illia Hreblev (11 Tore) besetzt war. Die Foxes hatten ordentlich zu kämpfen, konnten den Rückstand aber zur Pause bei vier Toren halten. Beim Stand von 13:17 ging es in die Kabinen.


Zu Beginn der zweiten Hälfte drohten den Neuenbürgern die Felle schnell davonzuschwimmen. Mit einem verworfenen Siebenmeter und zwei technischen Fehlern servierte man den Gastgebern Chancen auf dem Silbertablett, sodass die HSG schnell auf 14:20 davonziehen konnten. Die Foxes bewiesen aber Standfestigkeit, fingen sich fünf Minuten nach Wiederanpfiff wieder und ließen den Gegner nicht vollends ziehen. Sieben Minuten nach Wiederanpfiff waren die Foxes wieder auf 18:21 herangekommen. Insbesondere Vincent Virzi übernahm im Angriff viel Verantwortung, der junge Rückraumspieler erzielte am Ende acht Tore. Immer wieder arbeiteten die Neuenbürger daran, noch einmal Spannung in die Partie zu bringen, es gelang jedoch nie, einen Lauf zu starten, der die Hausherren noch einmal in Gefahr bringen konnte. Am nächsten kam man dem Anschluss beim Stand von 23:25 in der 47. Minute, die HSG distanzierte Neuenbürg aber schnell wieder auf einen Vier-Tore-Vorsprung. Auch eine immer offensiver werdende Deckung zeigte keine Wirkung. Etwas hitzig wurde es in der letzten Spielminute noch einmal, als Moritz Schade Neuenbürgs Vincent Virzi im Gesicht erwischte und die rote Karte sah. Auf den Spielausgang hatte dies keinen Einfluss mehr. Die HSG Willstätt/Hanauerland entschied die Partie mit 30:35 für sich.


Neuenbürg muss die Niederlage nun schnell aufarbeiten, denn bereits am Freitagabend wartet die formstarke HSG Albstadt auf die Enztäler. Im Hinspiel, dass ebenfalls unter der Woche ausgetragen wurde, holten sich die Neuenbürger eine deftige Abreibung ab. Das soll sich im Rückspiel nicht wiederholen, gegen den aktuellen Tabellenersten müssen die Neuenbürger aber gleich mehrere dicke Bretter bohren, um einen Erfolg verzeichnen zu können.


HSG Willstätt/Hanauerland: Maxime Duchene, Gunther Zölle – Illia Hreblev (11), Joffrey Bonnemberger (8), Aron Zimmermann (6), Dinko Dodig (3), Lorenz Schmid (3), Moritz Schade (2), Mikka Huber (1), Luka Karic (1), Ajdin Alkic, Lucas Limouzin, Fabian Reith


HC Neuenbürg 2000: Konstantin Regelmann – Vincent Virzi (8), Mattes Meyer (5), Tim Faeser (4), Jonas Beyer (3), Dominik Brath (3), Luca Merz (3), Johannes Köster (2), Nicolaus Klein (1), Nils Pollmer (1), Tobias Krems, Yannick Müller, Diego Mauricio Ruberg


Schiedsrichter: Alexander Kraft, Steffen Reick

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